Unterstützer_innen
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Gastkommentar: Bundesminister Heinz Faßmann

Credít: Martin Lusser
Credít: Martin Lusser

Was bedeutet Bildung für Sie?

Ich weiß, dass wir in einem rohstoffarmen Land leben und dass Bildung neben Wissenschaft und Forschung der Motor der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung ist. Und ich bin auch davon überzeugt, dass für die Einzelne oder den Einzelnen mit dem Erwerb von Bildung ein intellektueller Emanzipationsprozess verbunden ist, der sie oder ihn befähigt, kritisch sich selbst, aber auch die soziale Umwelt zu beurteilen. Bildung ist ein wichtiger und historisch tief verankerter Freiheitsgewinn für jeden Einzelnen in einer aufgeklärten Gesellschaft und daher so immens wichtig.

Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann
Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Gastkommentar: Univ.-Prof. Dr. Oliver Vitouch

Foto: aau/Waschnig
Foto: aau/Waschnig

Was bedeutet Bildung für Sie?

Bildung (durch Wissenschaft) ist für mich erstens das Streben nach Erkenntnis. Spätestens seit der Aufklärung (engl. enlightenment) des 17./18. Jahrhunderts geht es darum, nicht Mythen zu huldigen, sondern den Dingen auf den Grund zu gehen. Ziel der Wissenschaft ist es, Zusammenhänge und Ursachen (Kausalitäten) zu verstehen – ein menschliches Grundbedürfnis. Zweitens geht es darum, die eigenen Grenzen zu überwinden, mehr aus sich zu machen (plus est en vous): Bildung ist Entwicklung. Das ist oft anstrengend, aber immer lohnend. Und drittens ist Bildung auch Verpflichtung: Wir sind der Wahrheit verpflichtet, nicht dem Profit oder der Täuschung.

Univ.-Prof. Dr. Oliver Vitouch
Rektor der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
Vizepräsident der Österreichischen Universitätenkonferenz (uniko)

Gastkommentar: Univ.Prof. Dr. Edeltraud Hanappi-Egger

Univ.Prof. Dr. Edeltraud Hanappi-Egger
Univ.Prof. Dr. Edeltraud Hanappi-Egger

Was bedeutet Bildung für Sie?

Bildung ist der Schlüssel für eine bessere Zukunft und (wie eine aktuelle Studie von ForscherInnen der WU zeigt) erhöht die Lebenserwartung. Ein hoher Bildungsgrad der Bevölkerung ist daher wünschenswert. Dafür gibt es unterschiedliche Zugänge. In Österreich ist (universitäre) Bildung ein öffentliches Gut und wird daher von der Öffentlichkeit finanziert. Im Umkehrschluss wird davon ausgegangen, dass Bildung zu einem besseren Job und damit zu mehr Steuern für den Staat führt – so finanziert sich das „Gesellschaftsmodell“ mit. Das ist ein schöner Zugang, aber umgekehrt ist es auch notwendig, dass sich Studierende bewusst sind, dass sie im Umgang mit diesem Gut auch eine gewisse Sorgfaltspflicht haben.

Univ.Prof. Dr. Edeltraud Hanappi-Egger
Rektorin Wirtschaftsuniversität Wien