Gastkommentar: Fr. Dr.in Bettina Vollath

Bildung ist eine der wesentlichsten Ressourcen, die wir in Österreich haben. Darum sind ein ungehinderter Zugang zu Bildung  und Chancengerechtigkeit unerlässlich und  Barrieren, egal welcher Natur, müssen gesehen, erkannt, verstanden und dann nach Kräften beseitigt werden. Die Initiative ‚Monat der freien Bildung‘ leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Denn Bildung findet nicht immer am selben Ort, in denselben Einrichtungen und somit in starren formalen Rahmen stattfinden. Sie aus den gewohnten Räumlichkeiten hinaus zu bringen und damit direkt zu den Menschen ist ein Richtungsweiser in eine innovative Zukunft voller Chancen für alle Menschen.

Dr.in Bettina Vollath
Präsidentin Landtag SteiermarkBettina Vollath Portrait

Gastkommentar: Daniela Schmid

© Christoph Wünscher
© Christoph Wünscher

Kultur und Sprache sind das Eine, ein neuer Weltblick und die persönliche Weiterentwicklung das Andere.

Ein Semester im Ausland zu verbringen und dort zu studieren, erweitert nicht nur den Horizont, sondern bietet auch die Möglichkeit freien Zugang zu internationalen Universtäten zu bekommen. Erst durch diesen (inter-)nationalen Austausch wird es möglich Wissen weiterzuentwickeln und gemeinsam weiterzukommen. Für mich als Erasmus+-Student, der ein Semester in England verbrachte, hat lernen mit Leuten unterschiedlichster Herkunft eine ganz neue Bedeutung bekommen. Jeder, egal welcher Herkunft oder sozialem Hintergrund, kann etwas beitragen, dafür steht für mich der Monat der freien Bildung.

Gastkommentar: Hr. Dr. Heinz W. Engl

Im Zuge des Monats der freien Bildung sammeln wir Beiträge und Gastkommentare zum Thema Freie Bildung. Heute ein Beitrag von Hr. Dr. Heinz W. Engl, Rektor der Universität Wien. Als größte Universität Österreichs spielt das Vermitteln von Bildung seit über 650 Jahre eine zentrale Rolle.

Bildung macht Offen für Neues

RektorEnglDie Universität Wien sieht ihre Aufgabe darin, junge Menschen zu bilden, die über die zentrale Innovationskompetenz verfügen, Probleme adäquat zu identifizieren, zu analysieren und zu ihrer Lösung beizutragen. Eine besondere Stärke der Universität Wien ist ihre Fächervielfalt, welche die besten Voraussetzungen für interdisziplinäre Fragestellungen bietet. Dies spiegelt sich auch im Studienangebot wider. Das Angebot an Masterstudien ist 2015 um “Interdisziplinäre Osteuropastudien” und “Arabische Welt: Sprache und Gesellschaft” erweitert worden. Interdisziplinäre Masterstudien wie diese beiden neuen oder im Bereich der Naturwissenschaften “Computational Science” und “Environmental Sciences” geben AbsolventInnen von Bachelorstudien, wahlweise nach einer Phase der Berufstätigkeit oder unmittelbar im Anschluss, die Möglichkeit, sich zu vertiefen und sich so für ganz neue Berufsfelder zu qualifizieren. Über die forschungsgeleitete Lehre wird der jeweils aktuelle Stand der Forschung an die Studierenden weitergegeben und Offenheit gegenüber Zukunftsfragen vermittelt – entsprechend dem universitären Selbstverständnis: Offen für Neues. Seit 1365.

Dr. Heinz W. Engl
Rektor der Universität Wien

Gastkommentar: Sandra Frauenberger

Im Zuge des Monats der freien Bildung sammeln wir Beiträge und Gastkommentare zum Thema Freie Bildung. Diesmal geht die Frage an Fr. Sandra Frauenberger, Stadträtin für Frauen, Bildung, Jugend, Integration und Personal.

© PID/Kromus
© PID/Kromus

Was bedeutet freie Bildung für Sie?

Gleiche Chancen in der Bildung sind eine Frage der Gerechtigkeit. Alle müssen die gleichen Chancen auf Bildung haben, egal wieviel sie verdienen, woher sie kommen oder welche Sprache sie sprechen. Das beginnt im Kindergarten, geht über die Schule und die außerschulische Jugendarbeit bis hin zur Hochschule und der Erwachsenenbildung im Allgemeinen. Bildungseinrichtungen müssen ein Ort der individuellen Entwicklung und Entfaltung sein. Hier haben wir noch einiges zu tun.

Sandra Frauenberger
Stadträtin für Frauen, Bildung, Jugend, Integration und Personal

Gastkommentar: Fr. Dr. Sabine Seidler

Im Zuge des Monats der freien Bildung sammeln wir Beiträge und Gastkommentare zum Thema Freie Bildung. Diesmal geht die Frage an Fr. Dr. Sabine Seidler, Rektorin der Technischen Universität Wien. Schon mit dem Mission Statement “Technik für Menschen” ist sich die TU Wien bewusst welchen Stellenwert sie für die Gesellschaft hat.

© Raimund Appel

Was bedeutet freie Bildung für Sie?

„Einen Monat für die freie Bildung, was für eine ausgezeichnete Idee! Ein kleines, aber sehr wichtiges Zeitfenster, wenn man bedenkt, dass wir ein ganzes Leben lang lernen und die Chance haben, uns bilden zu können. Für mich ist Bildung ein unverzichtbarer Bestandteil von sozialem und wirtschaftlichem Fortschritt und damit ein hohes Gut. Besonders junge Menschen, die am Anfang oder Mitten in ihrer Ausbildung stehen, nehmen durch die intensive Auseinandersetzung mit ihren Interessen und Talenten Impulse auf, die sie prägen. Bildung setzt sich in Köpfen und Herzen fest. Sie ist wertfrei und mit ihrer ganzen Vielschichtigkeit zu betrachten. Erst sie ermöglicht Unabhängigkeit und Gestaltung.“

Dr. Sabine Seidler
Rektorin der TU Wien

Gastkommentar: Fr. Dr. Elisabeth Freismuth – Kunstuniversität Graz

Rektorin Dr. Elisabeth Freismuth
© Christian Jungwirth

Kunst – ein Luxus? Als Universität für Musik und darstellende Kunst Graz bieten wir unseren Studierenden ausgezeichnete Studienbedingungen. Doch nur so können wir leisten, was von uns gefordert wird – höchste Qualität. Wir bilden im Bereich Musik und Theater Menschen aus der ganzen Welt für die ganze Welt aus. Und genau das ist unser Auftrag, denn es geht darum, unser Land als eine führende Kulturnation in die Zukunft mit zu tragen und dabei unsere große kulturelle Tradition in lebendiger Weise fortzuführen sowie Neues nachhaltig frisch, mutig und kreativ zu schaffen. Diese Aufgabe ist ideell wie wirtschaftlich von allerhöchster Relevanz und – davon bin ich persönlich überzeugt – auch ganz besonders von großer gesellschaftspolitischer Wirkung.

Dr. Elisabeth Freismuth
Rektorin der Kunstuniversität Graz

 

Foto-Credit: www.bigshot.at/Christian Jungwirth

Gastkommentar: Fr. Dr. Sonja Hammerschmid

Im Zuge des Monats der freien Bildung sammeln wir Beiträge und Gastkommentare zum Thema Freie Bildung. Diesmal geht die Frage an die Präsidentin der uniko Fr. Dr. Sonja Hammerschmid.

Was bedeutet freie Bildung für Sie?

Freie Bildung definiert sich darin, Menschen unterschiedlicher sozialer Herkunft Raum zur Entfaltung zu bieten und sie dort abzuholen, wo ihre Talente, ihre Stärken liegen. Diese verantwortungsvolle Aufgabe tragen unsere Bildungseinrichtungen – von der Grundschule bis zur Hochschule. Die Investition in die Bildung der Jugend ist essentieller Rohstoff für gesellschaftlichen Fortschritt und für ein wettbewerbsfähiges Land. Die klugen Köpfe sind unser wichtigstes Kapital.

Dr. Sonja Hammerschmid
Präsidentin der uniko
Rektorin der Vetmed Uni Wien

Bundesminister Reinhold Mitterlehner

Im Zuge des Monats der freien Bildung sammeln wir Beiträge und Gastkommentare zum Thema Freie Bildung. Diesmal geht die Frage an den Hrn. Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft Dr. Reinhold Mitterlehner. Auch in seinem Resort spielt Bildung eine große Rolle.

Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft Reinhold MitterlehnerWas bedeutet freie Bildung für Sie?

Unser langfristiges Ziel ist ein durchlässiges Hochschulsystem, das entsprechende soziale Durchmischung gewährleistet. Daher müssen wir mehr Menschen die Chance auf hochschulische Aus- und Weiterbildung ermöglichen und gleichzeitig die Studienströme besser auf das gesamte Angebot verteilen. Bei berufstätigen Personen und bei Studierenden aus sozial schwächeren Bevölkerungsgruppen haben wir noch Nachholbedarf. Daher nutzen wir die knappen finanziellen Spielräume, um die finanzielle Situation der Studierenden konsequent zu verbessern.

Dr. Reinhold Mitterlehner
Bundesminister BMWFW

Gruß an den Monat der freien Bildung – Mag. Siegfried Nagl (Bürgermeister – Graz)

Die Studie der europäischen Kommission  „quality of life in the cities“ hat Graz als österreichische „Topstadt“ ausgewiesen!

Mag. Bgm Nagl 29.04.2014 copyright by Foto Fischer, Herrengasse 7 ( Altstadtpassage ), 8010 Graz, Tel.: 0043/ 316/ 82 53 22, Fax DW4, e-mail :
Mag. Bgm Nagl
29.04.2014
copyright by Foto Fischer, Herrengasse 7 ( Altstadtpassage ), 8010 Graz, Tel.: 0043/ 316/ 82 53 22, Fax DW4,

Graz punktet, neben dem Gesundheitswesen, der Verwaltung, dem Kulturangebot und der Jobzufriedenheit, als Bildungsstadt mit den Universitäten, Fachhochschule und pädagogischen Hochschulen was auch die wachsende Zahl der Studierenden knapp 60.000 belegt.

Es gibt aber trotzdem noch eine Gruppe von Menschen, die wissbegierig und bildungshungrig sind, aber auf Grund von Mehrfachbelastungen (Beruf, Familie etc.), oder auch auf Grund der Einkommenssituation nicht die Möglichkeit haben sich weiterzubilden.

Deshalb freue ich mich auf das Monat der freien Bildung, in welchem jede und jeder ganz unkompliziert sein Wissen erweitern kann. Viel Freude bei den Vorlesungen im öffentlichen Raum und im Internet!

Ihr

sigantur nagl